Setup Kamado XL 13i mit 50er Titanlüfter

basirapi

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Am Wochenende durfte sich der Kleine mal wieder an einem Club Steak vergnügen. Diesmal mit einem Chimichurri Rub und ganz low and slow. Mal was anderes, wie mit dem OHG brachial bei 900°C :cool: .

Der Temperaturfühler für die Regelung war in der Abluft des Kamins, zur Kontrolle der Rost- und der Fleischtemperatur war jeweils ein weiterer Fühler angebracht. Das Setup sah dann so aus.

Bild 00.JPG

Und das Ergebnis so.

Bild 03.JPG

Für mich war das so schon fast perfekt. Kein Austritt vom Fleischsaft beim Anschnitt und super saftig....
Die Temperaturverläufe sahen so aus.

Bild 05.png

Zum Verlauf der Temperatur habe ich dann vielleicht noch ein paar Fragen :geek:.
Am Anfang im Leerlauf ist die Temperatur am Rost größer wie in der Abluft, soweit okay. Dann das Steak auf den Rost gebracht und das Fleisch "kühlt" die Temperatur am Rostfühler ab, passt soweit, denke ich.

Nachdem dann das Fleisch vom Rost genommen wurde, wurde die Temperatur am Rost wieder höher, erreichte jedoch nicht mehr die gleiche Temperatur wie am Anfang. Was wäre hierfür eine Erklärung? Das "Öl" im Teller?

Bild 01.JPG

Was mich aber tatsächlich interessiert, wie der Verlauf dann weiter ging.

Bild 06.png

Wahrscheinlich bedingt durch eine "Störung" im Glutbett durfte der Regler nun mehr arbeiten und nun bewegen sich die Temperaturen auf dem Rost und der Abluft sehr weit auseinander. Bis zu dem Punkt war ich eigentlich von der Messstelle Abluft zur Regelung echt begeistert. Der Kleine hat immer schnell auf Temperaturänderungen reagiert.
Die Abweichung am Schluß fand ich nun aber zwischenzeitlich doch sehr groß, am Ende hat es sich wieder auf ca. die gleiche Temperaturdifferenz wie am Anfang eingependelt. Dazu habe ich aber keinen Verlauf mehr.

Alternative: Die Regelung wieder auf den Rosttemperaturfühler umstellen oder ....??
 

basirapi

Member
Ach ja die Einstellungen waren folgende:

DCmin: 32
DCmax: 80
Kp: 10
Ki: 0,01
Kd: 200
Jump Power: 80

Die Platine sollte eine Mini V2 mit ESP Upgrade sein. Hoffe ich liege diemal richtig mit der Bezeichnung 🤣
 
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s.ochs

BOFH
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Also mich überrascht eher, wie zielgenau du das kleine Ei geregelt bekommst, als die Abweichungen im Garraum. Mehrere Messstellen im Garraum werden nie komplett gleich sein. Du hast verschiedene Strömungen, Speicherwirkungen etc. die lokal zu Abweichungen führen. 5 cm Abstand können da teilweise viel ausmachen.

Am Anfang im Leerlauf ist die Temperatur am Rost größer wie in der Abluft, soweit okay. Dann das Steak auf den Rost gebracht und das Fleisch "kühlt" die Temperatur am Rostfühler ab, passt soweit, denke ich.
Seh ich auch so.

Nachdem dann das Fleisch vom Rost genommen wurde, wurde die Temperatur am Rost wieder höher, erreichte jedoch nicht mehr die gleiche Temperatur wie am Anfang. Was wäre hierfür eine Erklärung? Das "Öl" im Teller?
Die Keramik hat sich in der Zwischenzeit sicherlich mehr aufgeheizt und wird auch mit reinwirken.

Wahrscheinlich bedingt durch eine "Störung" im Glutbett durfte der Regler nun mehr arbeiten und nun bewegen sich die Temperaturen auf dem Rost und der Abluft sehr weit auseinander. Bis zu dem Punkt war ich eigentlich von der Messstelle Abluft zur Regelung echt begeistert. Der Kleine hat immer schnell auf Temperaturänderungen reagiert.
Die Abweichung am Schluß fand ich nun aber zwischenzeitlich doch sehr groß, am Ende hat es sich wieder auf ca. die gleiche Temperaturdifferenz wie am Anfang eingependelt. Dazu habe ich aber keinen Verlauf mehr.
Kein Fleisch mehr im System, welches überschüssige Energie aufnimmt. Glüht das Glutbett temporär stärker auf, wirkt das im "leeren" Ei natürlich viel stärker auf die Temperatur als im beladenen Grill. Zudem befand sich deine Messstelle am Rost recht mittig. In der Mitte "staut" sich die heiße Luft gern, weil sie aufgrund der umliegenden Luftströme nicht weg kommt. Durch die Strahlungshitze von unten heizt sie dann noch weiter auf.

Alternative: Die Regelung wieder auf den Rosttemperaturfühler umstellen oder ....??
Ich würde da bleiben wo du jetzt bist. Zwei Messstellen = zwei verschiedene Verläufe. Wichtig ist, dass du eine Messstelle hast, wo du die Reaktion des Glutbetts auch erfasst bekommst. Stauhitze bedeutet Totzeit im Systemverhalten und schlechtere Dynamik am Regler.

@Hama Kanditat für den erhöhten Halter?

Gruß
Steffen
 

basirapi

Member
Danke @s.ochs für die mehr wie ausführlichen Erläuterungen.

....mich überrascht eher, wie zielgenau du das kleine Ei geregelt bekomms....
Ja der Kleine kann schon eine Diva sein 🤣.

Die Keramik hat sich in der Zwischenzeit sicherlich mehr aufgeheizt und wird auch mit reinwirken.
Verstehe ich Dich da richtig, durch die heißere Keramik wird das Temperaturfeld im Grill homogener.

Wichtig ist, dass du eine Messstelle hast, wo du die Reaktion des Glutbetts auch erfasst bekommst. Stauhitze bedeutet Totzeit im Systemverhalten und schlechtere Dynamik am Regler.
Ich denke, je länger ich darüber nachdenke, das könnte das Problem sein. Ich muss mir die Abluftblende nochmal genauer anschauen. Meine Vermutung, bedingt durch die kleine Öffnung, bildet sich "Stauhitze". Ein wenig mehr Durchströmung könnte die Kurven bzgl. des Verlaufes wieder angleichen. Dass die Messtellen vom Betrag her unterschiedlich bleiben wäre für mich okay. Hauptsache ich kann das Delta im Kopf abschätzen.
Dann werden die Ribs halt nicht mehr bei 115°C gemacht sondern bei xyz°C.
 
Zuletzt bearbeitet:

s.ochs

BOFH
Teammitglied
Admin
Verstehe ich Dich da richtig, durch die heißere Keramik wird das Temperaturfeld im Grill homogener.
Die Keramik nimmt ja Energie auf (Wärmespeicher) und gibt diese dann natürlich auch wieder ab, sofern eine Temperaturdifferenz besteht. Heißt, mit der Zeit hast du neben dem eigentlichen Glutbett eine weitere Wärmequelle durch die Keramik, welche ihre Energie sehr gleichmäßig übers Volumen abgibt.
 
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