Endzeit berechnen/vorhersagen

Grillkini

New member
Hi,

ich wollte das Thema Endzeit mal wieder angehen. Da das Logfile sammeln mit einer Mini und daraus dann einen Algorythmus bilden ist mir zu mühselig.
Deshalb wollte ich mal Fragen ob man mit dem deltaT zwischen zwei Zeitpunkten auf die Endzeit und eingestellte Endtemperatur hochrechnen kann.


Ich würde mir das z.b. so vorstellen:
KT 90 Grad.

KT bei T0 z.b. 8 Grad
KT bei T10 z.b. 23 Grad

deltaT wären dann 15 Grad innerhalb vom z.b. 60 Minuten.
Wenn man das linear berachtet wären es 5 Stunden für 75 Grad KT differenz. Also 8 Grad + 75 Grad = 83 Grad

Somit könnte man vorsichtig behaupten es wird ca. 5,5 Stunden dauern bis KT erreicht ist.

Leider ergeben sich hier verchiedene Stolpersteine. Die Plateauphasen verzerren die Berechnung entscheidend und in der Nähen von 90% ZielKT dauert es entsprechend immer länger.

Aber wenn man bei T0 die Temperatur und für die Berechnung in einer Schleife immer JETZT als T1 verwendet so könnte man doch relativ genau die Endzeit berechnen lassen.
Am Anfange wäre die Vorhersage ziemlich ungenau, aber je öfter die Mini die Temperatur misst und über die vergangene Zeit legt, desto genauer wird die Endzeitberechnung.

Ideenschmiede??? oder Einwände?
 

s.ochs

BOFH
Aber wenn man bei T0 die Temperatur und für die Berechnung in einer Schleife immer JETZT als T1 verwendet so könnte man doch relativ genau die Endzeit berechnen lassen.
Am Anfange wäre die Vorhersage ziemlich ungenau, aber je öfter die Mini die Temperatur misst und über die vergangene Zeit legt, desto genauer wird die Endzeitberechnung.
Linear bleibt linear. Auch durchs Verschieben von T1 wird die Vorhersage nicht unbedingt besser. Stell dir eine lange Plateau-Phase vor, dann wird die Steigung zwischen den beiden Punkten immer flacher, die vorhergesagte Endzeit wird also immer mehr in die Zukunft verschoben. Sobald die Temperatur dann schlagartig steigt, nimmt die Steigung wieder schnell zu und der Endzeitpunkt rückt in nahe Zukunft. Zwar wird die Vorhersage dann für den Moment verbessert, aber wenn man sich auf Basis des Werts davor noch kurz hingelegt hat, wird man dann unerwartet vom Alarm aus den süssen Träumen gerissen :ROFLMAO:. Genau das, will man mit der Vorhersage ja eigentlich vermeiden.
Aber der Ansatz ist schon mal besser als nichts. Man muss eben damit umzugehen wissen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten eher kurz gegrillten Gerichte ein nahezu lineares Verhalten im Garprozess aufweisen. Vermutlich eher logarithmisch, aufgrund der Annährung an die Umgebungstemperatur, aber auch das ließe sich noch recht gut berechnen.

Mein Vorschlag wär, da das Interesse an dem Thema ja recht groß zu sein scheint, erstmal eine bebilderte Datenbasis zu bilden. Soll heißen, jetzt kommt ja der Sommer und da wird wieder viel gegrillt. Also fleißig den Plot bzw. beim Nano die Cloud mitlaufen lassen bei einer Grillsession und am Ende hier den Plot einstellen, zusammen mit der Angabe von: Was wurde da gegrillt, welches Gewicht hatte es und womit wurde gegrillt (auch eventuelle Krücken)? Aus den ersten Daten kann man dann mal ein einfaches Modell aufstellen und zum Testen implementieren. Dann weiter testen.
 

Grillkini

New member
Okay, ich werde mir das Loggen dann mal zu herzen nehmen und verschieden große Stücke Fleisch verwenden und alle gleichzeitig garren.
Eventuell kann man dann die verschiedenen Kurven egalisieren und ein paar Kurven zeichnen die sich verwenden lassen.

Dann gibt es halt jedes Wochenende PP :)
 
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