Hardware-Update: Die V1+ kommt!

s.ochs

BOFH
Hallo allerseits,

wie hier bereits angekündigt, bekommt unser sehr beliebtes WLANThermo Nano ein Hardware-Update spendiert. Die neue Platine erhält die Bezeichnung "WLANThermo Nano V1+". Von außen betrachtet bleibt das Nano ein Nano. An den Anschlussbuchsen ändert sich nichts, bis auf die Position des Schiebeschalters und der Pitmasterbuchse (Erkennungsmerkmal zur Unterscheidung der V1 und der V1+). An den Abmessungen ändert sich ebenfalls nichts. Hier mal ein Foto als Beweis: rechts ein Nano V1 und links das neue V1+.

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Daher auch die Bezeichnung "V1+". Das "+" kommt hinzu, da die neue Platine so gestaltet wurde, dass die Pitmasterschaltung für den Betrieb eines 12V-Lüfters schon integriert ist. Beim Nano V1 ist die Pitmasterschaltung ja auf die Erweiterungsplatine "Cuboid" ausgelagert. Durch die Integration der Pitmasterschaltung können nun 12V-Lüfter direkt an das Nano V1+ angeschlossen werden - also weniger Kabel am Grill. Während des Pitmasterbetriebs muss das Nano V1+ an einer externen Spannungsquelle angeschlossen sein. Diese stellt die Energieversorgung für den angesteuerten Pitmaster-Aktor dar. Gleichzeitig wird das Nano darüber auch geladen/betrieben, es werden also keine zwei getrennte Quellen mehr benötigt.

Da nicht jeder die Pitmasterschaltung braucht - ja, soll es geben ;) - wird die Nano V1+ in zwei Editionen rausgebracht. In der PRO-Edition ist die Pitmasterschaltung auf der Platine bestückt. Bei der PRO ist die Platine also voll bestückt. In der LITE-Edition ist die Pitmasterschaltung nicht bestückt und es ist auch keine Pitmasterbuchse im Gehäuse verbaut. Sowohl im Webinterface als auch am OLED ist der Pitmaster ausgegraut bzw. ausgeblendet. Damit ist die LITE für alle interessant, die die Pitmasterfunktion nicht brauchen. Die Platine selbst ist in beiden Editionen gleich. Für PRO und LITE gibt es jeweils eine eigene BOM (siehe Bereich).

Softwareseitig ändert sich gar nichts. Die V1+ erhält keine eigene Firmware. Dadurch werden auch die bisherigen Nano V1 User von kommenden Software-Updates profitieren. Auf der V1+ Platine ist ein zusätzlicher Memory-IC verbaut, über den der Platine ein eindeutiger Hardwarestand zugewiesen werden kann. Die Platine weiß also immer, was sie ist und kann die Software dementsprechend automatisch anpassen. Somit sind immer nur die Funktionen verfügbar, die hardwareseitig auch ausführbar sind.

Durch die Integration der Pitmasterschaltung musste die Anordnung der Bausteine auf der Platine angepasst werden. In diesem Zuge wurde auch vom auf der Nano V1 verbauten ESP8285 auf den besser verfügbareren ESP8266 umgebaut. Gedacht ist der Einbau des Modells "ESP-12S", was derzeit die beste WiFi-Antenne verbaut hat. Somit ist die Antennenverbesserung vom V1 beim V1+ auch nicht mehr notwendig. Das ESP-Pinout lässt aber auch die Verwendung der Module "ESP-08S", "ESP-07S" und ein paar weiteren zu. Somit ist sichergestellt, dass auch in Zukunft ausreichend ESP-Module zur Verfügung stehen. Durch das größere ESP-Modul kann des OLED allerdings nicht mehr zusammen mit seiner Trägerplatine verbaut werden. Stattdessen wird das OLED direkt auf der Platine verlötet und durch einen neu entworfenen Halter auf Position gebraucht. Der Halter ist als 3D-Druck-Bauteil ausgeführt. Durch den Halter sitzt das OLED automatisch immer in der richtigen Position, was eine Vereinfachung des Gehäuses zulässt.

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Aufgrund der veränderten Position des Schiebeschalters und der Pitmasterbuchse ist das Gehäuse vom V1 nicht kompatibel zur V1+ Platine. Des Weiteren wird zwischen dem Gehäuse der PRO- und LITE-Edition unterschieden (bei der LITE ist der Ausschnitt für die Pitmasterbuchse geschlossen). Wie beim V1 sind die Gehäuse-STLS wieder frei zugänglich (Links siehe jeweilige BOM), sodass das Gehäuse von jedem selbst gedruckt werden kann, der möchte.
Hier sind PRO (wieder links) und LITE (rechts) auf einem Foto zu sehen (die Farben auf dem Foto sind übrigens hellfire-red und neonorange):

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Soweit erstmal. In den nächsten Tagen folgen weitere Informationen. Sollte etwas unklar sein, einfach nachfragen. Die entsprechenden Daten, wie GERBER-Files, BOM, Gehäuse-STLs werden in den kommenden Tagen ebenfalls veröffentlich bzw. sind es schon.

Gruß
Steffen
 
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Heissluftofen

New member
Ich möchte euch ein großes Lob aussprechen.
Ich bin seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Nachfolger für mein iGrill Thermometer, dass neben dem Messen auch einen Lüfter/Lüftung steuern kann. Viele Produkte gefielen mir wegen der Regelungstechnik (on/off vs PID) oder der fehlenden Internetfähigkeit nicht. Vereinen tut dies bereits gut das Fireboard FBX11. Hier gefiel mir jedoch die Preispolitik überhaupt nicht.
Ich hatte mich deshalb entschieden ein Wlan Thermometer selber zu entwickeln.
Eher per Zufall auf der Suche nach einem Lüfter bin ich auf euch gestoßen und habe prompt ein Nano + Zubehör bestellt. Der Preis und die gebotene Leistung sind unschlagbar. Ich bin gespannt wie das Gerät arbeitet. Ich werde mein Feedback geben.
Verbesserungsbedarf könnte ich mir höchstens bei der Umsetzung der Steuerung vorstellen. Mein Ansatz war auf einen Lüfter komplett zu verzichten und nur über die Lüftung die Temperatur zu regeln. Eventuell werde ich euer System darum erweitern.
 

s.ochs

BOFH
Hi @Heissluftofen,
freut mich, dass du den Weg zu uns gefunden hast. Bin mir sicher, du wirst deine Freude an deinem WLANThermo haben.

Mein Ansatz war auf einen Lüfter komplett zu verzichten und nur über die Lüftung die Temperatur zu regeln. Eventuell werde ich euer System darum erweitern.
Ganz kann ich dir leider nicht folgen, ich vermute mal mit "Lüftung" meinst du das Zuluftventil an deinem Grill/Smoker. Um welches Grillgerät handelt es sich? In der WLANThermo-Geschichte wurde auch schon ein paar mal versucht das Zuluftventil direkt über einen Servo/Stellmotor zu regeln, allerdings ist der mechanische Aufwand deutlich größer (und fehleranfälliger) als bei der Regelung über einen Lüfter.

Gruß
Steffen
 

Heissluftofen

New member
Ich habe einen Monolith Classic. Dort wird die Temperatur über einen Schieberegler unten und eine runde Öffnung oben geregelt. In der Regel reicht es aus, wenn die Zieltemperatur erreicht wurde, über die Abluft fein zu regeln. Das sind wirklich nur feinste Justagen die verschwindent geringe Mengen Energie benötigen würde.
Ich habe bereits über mechanische Regler gelesen, die über die Abluft geregelt werden, aber das wäre für mich zu altbacken.
Die nächste Idee war ein Rohr dessen Querschnitt geregelt werden kann. Es gibt einige für Kamine, die je nach Außentemperatur den Unterdruck und somit Sog regulieren, aber die sind zu teuer.
Ich denke deshalb darüber nach die bestehende Öffnung zu nutzen und mit einem Zahnrad samt Schnecke und Steppermotor zu betätigen. Benötigen tue ich zur Ansteuerung in der Regel zwei PWM die einen Treiber steuern. Der müsste extern mit eigener Spannungsversorgung betrieben werden.
Hat der Controller noch freie Ports?
 

s.ochs

BOFH
Hat der Controller noch freie Ports?
Nicht wirklich, wird alles genutzt. Theoretisch könntest aber den PWM-IO von der Lüftersteuerung, bevor es zum Leistungssignal gemacht wird, und den PWM-IO vom Servo-DATA abgreifen. Dann hättest du zwei. Mit einer 3-Pol-Pitmasterbuchse könntest dann die beiden PWM-IO und GND rausführen. Der Treiber braucht dann seine eigene Versorgung, GND brücken. Mehr geht nicht ohne Gehäuseumbau. Musst aber natürlich den Code auch entsprechend anpassen. Dann vielleicht lieber ein Servo an der 3-Pol-Pitmasterbuchse nutzen, dafür ist der Code schon hinterlegt.

Ich denke deshalb darüber nach die bestehende Öffnung zu nutzen und mit einem Zahnrad samt Schnecke und Steppermotor zu betätigen.
Auch wenn das mit der Hand recht "leicht" zu schieben ist, aufgrund der eher rudimentären Führung, wird sich der Stepper da eher schwer tun. Die Energieersparnis ist auch nicht wirklich groß. Der Vorteil der Lüftersteuerung ist, hier kannst du das Deckelventil einfach bis auf einen kleinen Spalt schließen und den Rest dem Lüfter überlassen. Beim Regeln des Zuluftschiebers regelt man im Grunde den natürlichen Zug (im Lüfterbetrieb wird/sollte der komplett unterbunden), der ist aber auch vom Abluftventil abhängig. Beide Klappen regeln wird schwierig. Man ist also im Temperaturbereich immer etwas beschränkt. Will dich aber nicht vom Ausprobieren abhalten, freu mich, wenn du berichtest. Wird hier jetzt aber offtopic, daher dann vielleicht lieber einen eigenen Fred dafür aufmachen.
 

Heissluftofen

New member
Das wäre sicherlich auch gangbar. Allerdings würden die Kosten dann den Kauf weniger rechtfertigen und der Eigenbau würde wieder attraktiv werden. Ich warte erstmal bis das Gerät da ist und teste es so. Danach kann ich mir noch immer ein Bild davon machen, ob es Sinn macht auf eine andere Regelung umzuschwenken.

Auf die Regelung bin ich gespannt. Ich denke das der Lüfter Vorteile gegenüber der Regelung über Abluft hat, weil die Kohle schneller wieder angefeuert werden kann. Ist die Kohle schon zu stark herabgekühlt verliert der Grill durch ein weit geöffnetes Abluftventil weitere Wärme anstatt heiser zu werden.
 
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